Katzenbrunnen Infos, Tests und Empfehlungen 2015

Das Wohl unserer Stubentiger liegt uns sehr am Herzen. Immer wieder sind es schlimme Krankheiten, die unsere vierbeinigen Freunde heimsuchen und oft sind es chronische Nierenerkrankungen, unter denen die Katze schwer leidet und leider auch oft verstirbt. Immer wieder werden Katzenbrunnen empfohlen, doch die Auswahl ist beinahe unüberschaubar. Katzenbrunnen-Test hilft Ihnen dabei abzuwägen, wann sich eine Investition lohnt und welches Modell für Sie und Ihre Katze das richtige ist.

Auf den folgenden Seiten finden Sie wichtige Informationen zu Katzenbrunnen im Allgemeinen, zu Vor- und Nachteilen der erhältlichen Materialien und Modelle und Infos rund um die Katze, die Sie vielleicht noch nicht wussten.

 

Wasser – Wichtigster Teil der Ernährung

70% eines Katzenkörpers bestehen aus Wasser. Ohne Futter kann eine Katze lange überleben, ohne Wasser nur wenige Tage. Wasser ist der wichtigste Bestandteil eines Katzenkörpers und ohne oder mit zu wenig Wasser funktioniert der gesamte Organismus nicht richtig. Wasser fördert die Verdauung, reinigt die Nieren und hilft, Giftstoffe aus dem Körper auszuspülen.

Wasserbedarf einer Katze

Leider sind unsere Samtpfoten von Natur aus oft trinkfaul. Der Wasserbedarf einer Katze liegt bei ca 60ml pro kg Körpergewicht und variiert je nach Futterart, Umgebungstemperatur und Aktivität der Katze. Da ihre wilden Vorfahren ihren Flüssigkeitsbedarf vorwiegend durch ihre Beute decken konnten, stellt sich auch noch bei unseren Stubentigern, anders als bei Hunden, nicht so schnell ein Durstgefühl ein. Heute werden die Tiere jedoch vorwiegend mit industriell gefertigtem Futter wie Trockenfutter gefüttert. Trockenfutter entzieht dem Körper zusätzlich wertvolle Feuchtigkeit und erhöht den eigentlichen Wasserbedarf um ein Vielfaches.

Katzen sind auch von Natur aus darauf programmiert stehende Gewässer zu meiden, denn in der freien Natur bedeuten stehende Gewässer meist eine höhere Wahrscheinlichkeit dass das Wasser verschmutzt oder verkeimt ist und somit eher die Gefahr birgt, zu erkranken. Katzen sind von Natur aus darauf programmiert zu denken:

Fließendes Wasser        —     Frisch und sauber
Stehendes Gewässer    —     Gefahr verkeimt zu sein, wenig trinken

Fließende Gewässer signalisieren Frische und Sauberkeit und weniger Gefahr zu erkranken. Leider fehlt der Luxus eines plätschernden Baches in den heimischen Wohnzimmern. So mancher Katzenbesitzer hat jedoch schon die Erfahrung gemacht wie gerne die Katze aus der Wasserleitung trinkt und herum plätschert, doch wer kann schon ständig das Wasser laufen lassen. Der Katzenbrunnen simuliert hierbei eine sprudelnde Quelle und bietet, je nach Modell verschiedene Möglichkeiten für die Katze zu trinken. Der Phantasie sind in der Modellauswahl beinahe keine Grenzen gesetzt.

Warum einen Katzenbrunnen anschaffen?

  • Fließendes Wasser animiert zum Trinken
  • Reichliche Flüssigkeitsaufnahme fördert die Verdauung
  • Vorbeugen von Nierenerkrankungen wie z.B. Niereninnsuffizienz
  • Gleicht Flüssigkeitsdefizit bei Trockenfutterfütterung aus
  • Sehr geringer Stromverbrauch
  • Große Modell- und Materialauswahl

 

Katzentrinkbrunnen
Tiger noch ohne Katzenbrunnen

Welche Kosten bringt ein Katzenbrunnen mit sich?

Geringe Anschaffungskosten sind verlockend 

Die Anschaffungskosten sind je nach Modell, sehr unterschiedlich. Es gibt bereits sehr günstige um nicht zu sagen billige Modelle. Leider greift so mancher zu solchem Produkt um nicht zu viel auszugeben aus Angst dass die Katze den Trinkbrunnen nicht annimmt oder man generell nicht sehr vom Thema Katzenbrunnen überzeugt ist.  Zu groß ist die Sorge auf den höheren Kosten sitzen zu bleiben.
Doch leider gilt sehr oft: Wer zu billig kauft, kauft zweimal.
Leider entpuppt sich so manches Superschnäppchen entweder als totaler Flop oder zusätzliche Kosten fallen an die bei der Anschaffung nicht bedacht oder durch geschickt getextete Produktbeschreibungen übersehen wurden.
Bestes Beispiel sind hier einige Katzenbrunnen mit Filter. Ausgestattet mit Aktivkohlefiltern die das Wasser von Verunreinigungen und Keimen befreien. Das hört sich natürlich sehr verlockend und toll an. Das große Manko daran ist meist, dass diese Filter alle paar Wochen (mindestens) getauscht werden sollten. Und hier kommen dann die bei der Anschaffung gesparten Kosten ins Spiel. Ersatzfilter sind meist sehr teuer im Vergleich zum Anschaffungspreis und das ist ziemlich ärgerlich.
Natürlich vergisst man dann und wann auch rechtzeitig Filter zu besorgen, was zur Folge hat dass der Brunnen, verschmutzt, was erstens die Katze stört und zweitens auch die Pumpe des Brunnens.
Ist dann zusätzlich die Pumpe von minderer Qualität, kann es passieren dass diese schnell defekt ist zum Beispiel furchtbar laut wird oder gleich komplett streikt und kaputt geht.
Der Ärger ist groß und der Brunnen fliegt in hohem Bogen auf den Müll.
Natürlich ist nicht jeder Katzenbrunnen mit Filtersystem schlecht. Wichtig ist nur, sich vor dem Kauf gründlich zu informieren.

Stromverbrauch – die Wahrheit

Die Frage was ein Katzenbrunnen an Strom verbraucht, ist wohl eine der meistgestellten.
Die Hersteller sind grundsätzlich dazu verpflichtet den Stromverbrauch pro Stunde auf dem Gerät anzugeben. Der Lucky Kitty Brunnen beispielsweise hat eine Pumpe mit einem Verbrauch von 2 Watt und das Netzteil mit 3 Watt Verbrauch. Ergibt also gesamt 5 Watt.

Damit Sie den Verbrauch besser einschätzen können, haben wir  haben wir mit dem Lucky Kitty ein Rechenbeispiel für den Stromverbrauch für Sie zusammengestellt.

Daten:  Rechnung:                                                          Verbrauch:                   5 Watt                                                      pro Tag:           0,12 kWh           €0,03
Betriebsdauer:              24 Stunden/Tag                                pro Woche:      0,84 kWh           €0,24
Tage pro Woche:          7 Tage                                                    pro Monat:       3,36 kWh           €0,94
Strompreis:                  € 0,28 pro kWh                                     pro Jahr:          43,68 kWh         €12,23

Wenn Sie den Verbrauch für andere Produkte berechnen wollen, können sie da HIER tun.

Reicht nicht ein Zimmerbrunnen?

Leider nein. Hier haben wir die Ausschlusskriterien kurz zusammengefasst:

  • Schwierig zu reinigen – verschnörkelt und verwinkelt
  • Gewicht meist zu gering, wird verschoben und vielleicht sogar umgeworfen
  • Material sehr fragwürdig – Schadstoffe könnten ans Wasser abgegeben werden
  • Pumpe sehr schwach, starke Belastung durch Haare,Schmutz etc.

Auf den ersten Blick scheint es die perfekte Alternative zu sein. Sieht hübsch aus, vielleicht noch mit Kugel oben drauf, schön verschnörkelt, hübscher Blickfang.
Doch leide tauchen hier einige Nachteile auf, die man auf den ersten Blick nicht sieht.
Die Reinigung eines Zimmerbrunnen gestaltet sich sehr schwierig, da eben die geleibten Schnörkel und Windungen so gut wie nicht zu erreichen sind. Was auch der Grund ist, dass man bei solchen Brunnen nur destilliertes Wasser verwenden sollte, um ein Vorschnelles Verkalken zu verhindern. Ihrer Katze wäre das vermutlich egal, doch destilliertes Wasser ist für Katzen auf Dauer, wie auch für den Menschen, schädlich.
Destilliertes Wasser ist frei von sämtlichen Mineralien und Spurenelemente. Das verhindert zwar, dass das Wasser nicht so schnell verkeimt und verkalkt, aber es spült auf die Dauer auch sämtliche Nährstoffe aus dem Körper der Katze.

Katzen am Wasserhahn
Was guckst du?

Wirft meine Katzen den Katzenbrunnen nicht um? 

Je nachdem wie alt Ihre Katze, oder welches Wesen Ihre Katze hat, wird sie es zumindest immer wieder versuchen. Hier gilt es sicher wieder so gut wie möglich vor dem Kauf zu erkundigen.

Seine Katze gut zu kennen, hilft bei der Kaufentscheidung 

Man sollte auch das Wesen seiner Katze etwas kennen um einschätzen zu können wie hoch die Gefahr ist, dass Ihre Katze wilde Wasserspiele veranstalten wird. Das können Sie zum Beispiel herausfinden indem sie die Katze mit dem Wasserhahn spielen lassen. Auch die Dusche ist eine Option, wenn die Katze sich denn traut. Ist Ihr Tiger gar nicht mehr von der Spüle runter zu bekommen, sollten Sie sich wahrscheinlich keinen Katzenbrunnen mit allzu großer Fontäne aussuchen. Sonst hat die Katze zwar ihren Spaß, aber Ihnen wird die Freude bald vergehen und Sie werden den Brunnen wieder genervt entsorgen.
Auch wenn Ihr Racker seinen Futternapf immer wieder verrückt und durch die Gegend schiebt, ist beim Kauf etwas zu beachten. Ein Brunnen mit rutschfestem Boden ist hier die richtige Wahl.

Rutschfeste Unterlage beugt Überschwemmungen vor

Fehlt an Ihrem Wunschobjekt der rutschfeste Boden, oder schafft es die Katze trotzdem ihn zu verschieben, können Sie sich immer noch mit einer eigenen Unterlage retten.  Ein Beispiel finden Sie hier
Ist hier nicht das passende dabei oder sie mögen die Kunststoffmatten nicht, könnten Sie auch zu eine  Blumenuntersetzer aus Keramik greifen. Ob in schlichtem Terrakotta, unbedingt innen glasiert, oder in ansprechenden Farben, hier werden Sie bestimmt fündig.

Grundsätzlich gilt beim Kauf  nicht nur auf den günstigen Preis zu achten. Katzenbrunnen aus Kunststoff sind in der Anschaffung meist günstiger, das Material ist leicht und sind in ausgefallenen Ausführungen erhältlich. Ein Nachteil in einer verwinkelten, komplizierten Aufmachung eines Katzenbrunnen fällt einem bereits nach kurzer Zeit ins Auge, nämlich bei der ersten Reinigung. Die Reinigung eines solchen Gerätes gestaltet sich als sehr aufwändig. Auch das geringe Gewicht stößt auf, wenn Ihr Tiger den Brunnen an schubst oder mit dem Kopf herum schiebt oder gar zu Fall bringt. Ärgerliche Überschwemmungen, sind hierbei vorprogrammiert.

Besser beraten Ist man schon mit einem Brunnen aus Metall. Die meisten Angebote und Vorteile bietet Edelstahl. Es ist sehr leicht zu reinigen und bietet Keimen wenig Platz sich festzusetzen. Manche kann komplett zerlegen und auch im Geschirrspüler mit waschen. Das erleichtert die Reinigung ungemein. Ein solches Modell ist zum Beispiel der  Drinkwell Edelstahl-Trinkbrunnen Edelstahl.
Den idealen Katzenbrunnen zu finden, hängt auch davon ab ob Ihre Katze ein gemütlicher Schmusetiger oder ein wilder Wohnzimmerrowdie ist. Und wie wir Katzenhalter wissen, sind unsere Lieblinge meist beides.

Flüssigkeitshaushalt der Katze

In freier Wildbahn decken Katzen ihren Flüssigkeitsbedarf mit ihrer erlegten Beute.
In unseren Wohnzimmern, wird leider viel zu oft auf das praktische Trockenfutter zurückgegriffen, was den Körper zusätzlich austrocknet.
Hinzu kommt, dass Katzen von Natur aus, darauf programmiert sind, stehende Pfützen zu meiden, da diese leichter verkeimen und somit krank machen können.

Deshalb wird an Wassernäpfen oft nur kurz genippt, oder einmal täglich der Durst gestillt.
Auf die Dauer ist das schlicht zu wenig. Doch leider ist hier ein schleichender Prozess im Gange und die Folgen kommen oft erst nach einigen Jahren  zum Vorschein und sind dann meist sehr schmerzhaft für die Tiere und können in schlimmen Fällen gar zum Tod führen.

Aufgrund zu geringer Flüssigkeitsaufnahme, läuft der Stoffwechsel nicht mehr richtig „rund“ und Giftstoffe beginnen sich vermehrt einzulagern. Es sammeln sich vermehrt Salze im Urin, diese häufen sich und beginnen sich zu verketten, was zu Harngrieß oder Blasensteinen führt.
Diese wiederum können je nach Größe, verschiedenste Beschwerden hervorrufen. Durch scharfe Kanten kann die Blasenhaut beschädigt werden. Größere Steine können sogar die Harnröhre verstopfen, was dazu führt, das die Katze keinen Urin mehr ablassen kann. Die Folge ist, dass die Nieren nicht mehr richtig arbeiten und sich so binnen kürzester Zeit giftige Stoffe im Katzenkörper ansammeln. Symptome wie Appetitlosigkeit, Antriebslosigkeit und Erbrechen sind sehr ernst zu nehmen und der Weg zum Tierarzt sollte so schnell wie möglich erfolgen.

Doch wie lassen sich diese Horrorszenarien verhindern?

Die Antwort ist einfach: Die Katze muss trinken. Leider wissen wir auch, das selbst wenn uns unsere Katzen verstehen würden, wären sie wohl zu stur das zu tun was wir von ihnen verlangen. Austricksen lautet die Devise. Mit einer einfachen simulierten Wasserquelle.
In Form eines Katzenbrunnens wie es sie mittlerweile zu Hauf gibt. In den unterschiedlichsten Ausführungen, Formen und Farben. Eines haben sie alle gemeinsam, quellendes, plätscherndes Wasser das eine sauber frische Quelle vortäuscht.

Katzen und ihre Eigenheiten

Natürlich kann man nicht alle Katzen über einen Kamm scheren, jede Katze hat ihre eigene Persönlichkeit und somit auch Vorlieben. Einige wenige Exemplare trinken trotz normalem Napf ausreichend. Doch auch Katzen kann das Alter zum Verhängnis werden, nicht anders als beim Menschen. Im fortgeschrittenen Alter funktioniert der Stoffwechsel schlechter, Giftstoffe werden nicht mehr optimal abtransportiert.
Dann kann das, was für eine junge Katze ausreicht, schnell zu wenig werden. Und wieder schleicht sich der Teufelskreis von Salzeinlagerungen nach Kristallbildung bis hin zur Grieß und Steinbildung ein.

Trinkbrunnen
Fließendes Wasser ist interessant

Leider kann niemand von uns wirklich genau sagen ob seine Katze genügend trinkt. Man hat nicht die Zeit vor dem Napf zu sitzen und die Katze zu beobachten.
Trotzdem möchte man sicherstellen dass es der Katze auf lange Sicht gut geht. Eine der wenigen Möglichkeiten bietet ein Katzenbrunnen. Mind. 90% aller Katzen lassen sich durch einen Trinkbrunnen animieren zu trinken. Auch wenn sie nur die Pfote hineinhält und diese dann abschleckt ist es trinken. Wasser das sie sonst wahrscheinlich nicht getrunken hätte.

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